THEMEN

Wie möchten wir in Zukunft hier leben?

Das ist die maßgebliche Überlegung, die bei zukünftigen Fragestellungen für mich die Richtung anzeigt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir weg müssen vom Streben nach größer, weiter, schneller, mehr… Das Streben nach Wachstum ist ein schlechter Ratgeber. Unsere Dörfer und Gewerbegebiete müssen nicht immer größer werden und unsere Straßen immer breiter. Wir alle leben gerne hier, weil wir genau das lieben, was unsere Region zu bieten hat und das gilt es zu bewahren und gleichzeit zukunftsfit zu machen.

Das heißt für mich ganz klar Qualität ist wichtig, nicht Quantität. Wir leben hier, weil wir die Nähe zur Natur lieben und die dörflichen Strukturen. Deshalb kommen auch unsere Gäste in die Eifel. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Bevölkerungszahl konstant bleibt und wir die Infrakstruktur modernisieren und den heutigen Bedürfnissen anpassen.

Wir sind glücklich hier zu leben und das soll auch so bleiben 🙂

Umweltschutz

Ich bin den jungen Leuten sehr dankbar, dass sie es geschafft haben, den Umweltschutz weltweit in den Fokus zu stellen. Alle Überlegungenegal zu welchen Themen, Rente, Mobilität, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung, ganz egal, sie sind sofort obsolet, wenn wir es nicht schaffen unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Auch hier gilt: „Global denken, lokal handeln.“  Jeder Einzelne und wir als Stadt sind wieder ein wichtiges Puzzleteil. Unser Wertesystem braucht eine neue Ausrichtigung. Wenn es „cool“ ist einen kleinen ökologischen Fußabdruck zu haben, wird sich unser Handeln daran orientieren. Und die Summe unserer gemeinsamen Aktivitäten wird ein entscheidender Beitrag zum Umweltschutz sein. Wir werden uns gegenseitig durch gute Ideen und Beispiele inspirieren. Als Bürgermeisterin werde ich diesen Prozess nach Kräften unterstützen. Wir werden das kommunale Handeln in Zukunft vorrangig an sozialen und ökologischen Fragen ausrichten. Sicher dürfen wir auch finanziell nicht über unsere Verhältnisse leben, aber die entscheidenen Zukunftsfragen sind andere. Auch hier braucht es eine Strategie. Wie können wir  nachhaltiges Handeln in der Ratsarbeit verankern? Die finanziellen Auswirkungen stehen auf jeder Vorlage, zukünftig wird dort auch zu lesen sein, welche anderen Auswirkungen diese Entscheidung hat. Wenn wir ein Bewusstsein dafür schaffen, werden wir automatisch über Alternativen nachdenken.

Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung ist mein zentrales Thema. Ich werde in Monschau einen Bürgerrat einführen. Nach dem Zufallsprinzip werden Einwohner eingeladen bei Themen von allgemeinem Interesse mitzudiskutieren und neue Impulse in die Politik einzubringen. Kluge Entscheidungen lassen sich am besten mit viel Expertenwissen treffen und diese Experten leben hier. Sie beschäftigen sich beruflich täglich mit Themenfeldern, die im Rat und in der Verwaltung oft nur selten behandelt werden. Bürger beraten im Rathaus und beraten die Politik. So wird unser Rathaus zum Beratungshaus!

Ortsentwicklung

Entscheidungen für morgen treffen, wie möchten wir leben in 5 oder 10 Jahren? Wie entwickeln wir unsere Orte, unsere Region? Wie erhalten wir unsere Lebensgrundlage und schützen unser Natur? Wie schaffen wir den Spagat zwischen bewahren und entwickeln? Wie möchten wir leben, wenn wir mal alt sind? Ich denke, diese Fragen möchten die Bürgern selber beantworten und nicht erst im Nachhinein über Entscheidungen informiert werden . Es gibt viele gute Beispiele in anderen Komunen und anderen Ländern. Oft gilt das Prinzip: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. So bleiben die Ortszentren belebt und die vorhandene Infrastruktur wird optimal genutzt. Jeder Meter neuer Kanal, jeder Meter neue Straße schafft laufende Kosten, die über Gebühren umgelegt werden müssen. Auch hier zeigt sich für mich, dass wir nicht von heute auf morgen denken dürfen. Fortlaufend mit den Bürgern ihre Stadt weiterentwickeln. Es braucht eine Strategie und die gleichen Fragen stellen sich unseren Nachbarkommunen…..

Bildungsangebot

Das Thema Bildungsangebot im Grundschulbereich und bei den weiterführenden Schulen wird immer wieder strittig diskutiert. Diese Diskussion gehört in die Öffentlichkeit und die Politik. Auch hier gehen Simmerath und Monschau trotz Schulzweckverband nicht wirklich einen gemeinsamen Weg. Dabei wäre ein Verlust unserer weiterführenden Schulen für beide eine Katastrophe. Wenn wir junge Familien in der Region halten möchten, brauchen wir ein sehr gutes Bildungsangebot. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können.

Gewerbeentwicklung

Ich setzte mich ein, für einen gemeinsamen Gebietsmanager für unsere drei Eifelkommunen. Er arbeitet mit den jeweiligen Fachbereichen zusammen und entwickelt eine gemeinsame Strategie zum Erhalt und zur Schaffung weiterer attraktiver Arbeitsplätze in unserer Region. Er kümmert sich darum, dass unsere Gewerbegebiete anders werden. Wir haben das Zeug zu sehr attraktiven Arbeitsplätzen. Mehr Grün statt grau, wir verbessern die Aufenthaltsqualität, bieten Grünflächen mit Tischen und Bänken für die Mittagspausen. Vielleicht ist eine gemeinsame Kantine möglich oder ein gemeinsames Jobticket für die Bushaltestelle in der Nähe oder abschließbare Fahrradboxen –

Sehr wichtig sind die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe. Sie bieten sichere und attraktive Arbeitsplätze. Mit Ihnen muss eine Bürgermeisterin in regelmäßigem Austausch stehen. Der Gebietsmanager nimmt Kontakt auf mit Hochschulen und Startups und wirbt für die Eifel als optimalen Standort. So schaffen wir Arbeitsplätze, die dafür sorgen, dass die klugen Köpfe hier bleiben und nicht nach dem Studium woanders eine neue Heimat suchen. Wir entwickeln gemeinsam eine Werbestrategie für´s wohnen und arbeiten in der Eifel.

Verwaltung

Wie sind die Ziele bei der Entwicklung zur modernen Verwaltung?

Ich werde einen Zeitplan mit Schritten zur Erreichung eines medienbruchfreien Onlineservice für unsere Bürger und Betriebe mit Verwaltung und Politik erarbeiten.

Auch hier wieder: Am besten mit Roetgen und Simmerath gemeinsam. Vielleicht gibt es dazu schon Überlegungen in der Städteregion?

Tourismus

Warum kommen Menschen zu uns in den Urlaub? Unsere Natur ist sicher der Hauptgrund. Wie machen wir sie erlebbar und schützen sie zugleich? Wie setzen wir unsere geringen Mittel ganz zielgerichtet ein? Wie schaffen wir es mit sanftem Tourismus attraktive Arbeitsplätze und eine Infrastruktur zu schaffen, die wir Eifler dann auch gerne nutzen? Was ist unser Ziel im Tourismusbereich und welches die nächsten Schritte? Das sind komplexe Fragestellungen, die eine Strategie erfordern und zwar eine gemeinsame mit Roetgen und Simmerath. Wir und unsere Gäste möchten die Region erleben, ohne kommunale Grenzen im ÖPNV, in der Beschilderung, bei den Öffnungszeiten und vielem mehr!

Auch beim Thema Tourismus würde ein Bürgerrat sicher interessante Lösungsansätze finden, vielleicht auch für die ewige Frage, wie der Tourismus und die Bewohner der Altstadt voneinander profitieren können. Viele Leute aus Monschau, Simmerath, Roetgen etc. kommen während des Weihnachtsmarktes nach Monschau. Sie möchten Bekannte treffen und einen schönen Abend verbringen. Das können wir eigentlich viel öfter haben, denn die schöne Altstadt liegt vor unserer Haustür. Vielleicht könnten wir informell vereinbaren, dass wir immer donnerstags in die Altstadt gehen? Dann würden wir immer Freunde und Bekannte treffen. Eine weitere Idee ist eine Art Packstation (so wie am Real) zum Beispiel an der Wendeschleife aufzustellen. Wenn die Altstadtbetriebe ihr Angebot auf ihren Internetseite anbieten und eine Bezahlmöglichkeit über Paypal anbieten, könnten wir einen Zahlencode erhalten und abends oder am nächsten Tag unsere Einkäufe bequem ohne Parkplatzsuche abholen. Die Betriebe machen Umsatz und wir kommen in den Genuss des Angebotes.

Zusammenarbeit

Mein Herzensthema ist die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen. Wir und unsere Gäste machen im Alltag ja auch nicht an kommunalen Grenzen halt. Die Herausforderungen sind ähnlich und viele lassen sich nur gemeinsam sinnvoll angehen. Zum Beispiel wohnortnahe Arbeitsplätze, Bildungsangebote, Mobilität, Senioren- Familien- und Jugendarbeit, Kultur- und Freizeitangebote und vieles mehr. Solange wir hier überwiegend gegeneinander arbeiten, kommen wir nicht vom Fleck. Zusammen werden wir viel mehr bewegen!